End-of-Life von Windows CE

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Sie verwenden Windows CE in Ihren embedded Geräten? Microsoft hat die Entwicklung eingestellt und das Ende des Supports für Q1/2022 angekündigt. Vor allem für Hersteller von embedded Geräten bedeutet dies den kurzfristigen Umstieg auf eine Alternative. Lesen Sie hier, wie Sie sich auf das End-of-Life von Windows CE vorbereiten.

 

Hintergrund 

Am 10. April 2018 hat Microsoft den Support und die Weiterentwicklung für alle Microsoft Windows CE-Geräte eingestellt und den offiziellen Zeitplan für das Ende von Windows CE bekannt gebeten. 

Bis zum 28. Februar 2022 ist der Verkauf der Windows CE-Geräte offiziell durch Microsoft gestattet bzw. lizenziert und bis dahin werden die verschiedenen Programmierwerkzeuge, wie Software Development Kits (SDKs) oder Toolkits zur Verfügung gestellt. Danach ist endgültig Schluss mit Windows CE!

Wenn Sie bisher Microsoft Windows CE in Ihren embedded Geräten eingesetzt haben und diese über dieses Datum hinaus genutzt werden sollen, müssen Sie kurzfristig auf eine Alternative umsteigen. 

Welche Auswirkungen hat das End-of-Life von Windows CE für mich als Hersteller?

Ab dem End-of-Life Datum dem 28.02.2022 stellt Microsoft keine Sicherheits- oder Softwareupdates für das Betriebssystem mehr bereit. Somit besteht bei dem Einsatz dieser Geräte ein erhöhtes Risiko für Softwareviren vor allem wenn die Geräte mit dem Netzwerk verbunden oder online sind und es können keine neuen Applikationen auf das Gerät hinzugefügt werden. Neu auf dem Markt erscheinende Schnittstellen werden auch von diesen Systemen nicht mehr unterstützt werden. Das heißt, bis zu diesem Datum müssen Sie als Hersteller eine neue Anwendung inklusive neuem Betriebssystem für diese Geräte bereitstellen oder die Geräte müssen nach dem 28.02.2022 offline genommen werden.

Es ist also höchste Zeit sich Gedanken über einen Wechsel des Betriebssystems zu machen. Neben den beiden Microsoft Betriebssystemen Windows IoT und Windows Mobile ist der Umstieg auf das Android-Betriebssystem oder ein embedded Linux möglich.

Was gilt es bei der Wahl des neuen Betriebssystems zu beachten?

Bei der Wahl des neuen Betriebssystems sollten Sie den Fokus sowohl auf die Leistung, die Funktionalität sowie auch auf die Sicherheit und die Langzeitpflege des Betriebssystems legen. 

Darüber hinaus können weitere Schlüsselfaktoren, wie zum Beispiel Treiber für spezifische Hardware und Softwareschnittstellen, die kontinuierliche Bereitstellung von Updates, die Zukunftsbeständigkeit, anfallende Kosten, das Gerätemanagement, Entwicklungstools, den Zugriff auf Quellcodes sowie die Möglichkeit eigene Anwendungen zu Entwickeln oder Anpassungen am Betriebssystem machen zu können, ausschlaggebend für die Betriebssystemauswahl sein.

In der Vergangenheit haben oft bestehende Anwendungen und die Erfahrungen der Entwickler oder die Anbindung an ein ERP-System über die Wahl des Betriebssystems in dem embedded System entschieden. Mit der zunehmenden Vernetzung über das Internet und Anwendungen im Bereich Industrie 4.0 stehen jedoch standardisierte Schnittstellen, Sicherheit und Langzeitverfügbarkeit sowie Echtzeitfähigkeit zunehmend im Fokus. Wenn Sie die Hardware nicht vollständig selbst entwickeln, z.B. beim Einsatz eines SoMs, müssen Sie auch die bereitgestellten Betriebssysteme und Dienstleistungen des Anbieters in Ihre Bewertungen mit einbeziehen. 

Hinsichtlich der Hardwarewahl sollte auch die Möglichkeit der Diagnose und Parametrierung per Smartphone berücksichtigt werden. Dafür muss eine drahtlose Schnittstelle bereitstehen.  

Sie wünschen eine Beratung oder Unterstützung bei der Umsetzung?

Mit unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der Entwicklung und Vernetzung industrieller Baugruppen sowie von Cloudanbindungen und Webservices bieten wir Ihnen einen Rundum-Service aus Beratung, Hardware- und Softwareentwicklung und Projektbegleitung.

Unsere Experten stehen Ihnen jederzeit als vertrauensvoller Partner für Ihre Fragen zur Verfügung. Für einen ersten Kontakt wenden Sie sich bitte an unser Vertriebsteam